Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFffT)

 

 

Gemäß BGV A3 (DGUV Vorschrift 3) und BGG 944 (DGUV Grundsatz 303-001) mit Abschlussprüfung

 

 

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten im Sinne der Durchführungsanweisungen zur DGUV Vorschrift 3 (vormals BGV A3) ist, "wer auf Grund seiner fachlichen Ausbildung in Theorie und Praxis Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der bei diesen Tätigkeiten zu beachtenden Bestimmungen die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann".

 

 

Mit dieser Qualifikation können zum Beispiel Industriemechaniker im Rahmen von Instandsetzungsarbeiten elektrische Antriebe austauschen. Oder ein Fachhandwerker ist befähigt, in festgelegtem Umfang elektrisch betriebene, vorkonfektionierte Geräte in

Kundenanlagen eigenverantwortlich zu montieren, zu installieren und elektrisch in Betrieb zu nehmen.

 

 

 

Unser langjährig erfahrene Praxistrainer vermittelt Ihnen neben grundlegenden Kenntnissen auf dem Gebiet der Elektrotechnik auch das Fachwissen, das speziell auf die festgelegten elektrotechnischen Tätigkeiten Bezug nimmt. Besonderes Augenmerk wird auf die praxisbezogene Umsetzung der Inhalte gelegt. Die Teilnehmer bauen Schaltungen auf und führen selbständig nach dem Theorieteil Messungen und die Fehlersuche durch.

 

 

 

Daher beträgt der Anteil der praktischen Übungen etwa 50 % der gesamten Ausbildungszeit.

 

 

 

Abschließend wird die in der DGUV Vorschrift 3 vorgeschriebene theoretische und praktische Prüfung abgelegt. Die Themenzusammenstellung des „Ausbildungsgrundmoduls Elektrotechnik“ basiert auf der langjährigen Erfahrung mit der Zielgruppe und den zu erwartenden Problemstellungen.

 

 

Hinweis: Die Bestellung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten erfolgt immer durch den Unternehmer oder die verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK). Für die festgelegten Tätigkeiten muss vom Unternehmer eine Betriebs-/Arbeitsanweisung und eine dokumentierte Gefährdungsbeurteilung erstellt werden. Im Lehrgang selbst wird auf die formalen Erfordernisse der unternehmensspezifischen Ergänzung, deren Dokumentation und die Bestellung durch das Unternehmen anhand konkreter Beispiele eingegangen.

 

 

Der Zertifikats-Lehrgang schließt mit einer in der DGUV Vorschrift 3 (vormals BGV A3) vorgeschriebenen theoretischen und einer praktischen Prüfung ab.

 

 

Ihr Nutzen

 

 

Sie werden theoretisch und praktisch in festgelegten elektrotechnischen Tätigkeiten der betrieblichen Instandhaltung trainiert.

 

Sie können die Gefahren bei elektrotechnischen Tätigkeiten einschätzen und sich durch geeignete Maßnahmen vor ihnen schützen sowie Schaltpläne lesen.

 

Sie lernen die 5 Sicherheitsregeln – als Grundvoraussetzung für alle trainierten Instandhaltungstätigkeiten – kennen.

 

 

Sie arbeiten nach erfolgreichem Abschluss auf rechtlich sicherem Boden.

 

 

Die Schwerpunkte

 

  • Basiswissen Elektrotechnik
  • Ladung, Strom, Potenzial und Spannung, elektrischer Widerstand und Leitwert, Stromkreis und Grundschaltungen, Energie, Arbeit, Leistung und Wirkungsgrad, ...
  • Ausgewählte Betriebsmittel
  • Schmelzsicherungen, Leitungsschutzschalter, Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD), Motor-Schutzschalter, Relais, ...
  • Betriebsmesstechnik
  • Prinzip der Spannungs-, Strom- und Widerstandsmessung, Multimeter, ...
  • Gefahren des elektrischen Stroms und gesetzliche Vorschriften
  • Gefahren des elektrischen Stroms und Elektrounfälle, DGUV Vorschrift 3 (vormals BGV A3) „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“, Betriebssicherheitsverordnung und die TRBSen
  • Die 5 Sicherheitsregeln (Arbeiten im spannungsfreien Zustand)
  • Freischalten, Gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, Erden und Kurzschließen, ...
  • Betrieb von und Umgang mit elektrischen Anlagen (gemäß VDE 0105 Teil 100)
  • Ausrüstungen, Schutz- und Hilfsmittel, Werkzeuge, übliche Betriebsvorgänge, Arbeitsmethoden,
  • Instandhaltung, ...
  • Schutzmaßnahmen
  • Netzsysteme, Gefährdung: Berührungsspannung im Unfallstromkreis, DIN VDE 0100-410 "Schutz gegen elektrischen Schlag"
  • Prüfung der Schutzmaßnahmen
  • Prüfungen zur Gewährleistung der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen, Anlagen- und Geräteprüfung, Messungen an elektrischen Anlagen und Geräten
  • Einfache Schaltpläne lesen und verstehen
  • Symbole der Elektrotechnik, Schaltungsunterlagen der Elektrotechnik, Beispiele aus der Praxis, Schaltzeichen

 

Teilnehmerkreis

 

 

Elektrofachkräfte, die längere Zeit nicht mehr im erlernten Beruf tätig waren; Elektrotechnisch unterwiesene Personen (EuP), die bereits kleinere elektrotechnische Arbeiten durchführen Servicetechniker, Fernmeldehandwerker, Schlosser, Monteure, Mechaniker, Installateure, Instandhalter, Sicherheitsbeauftragte und Fachkräfte, die im Bereich Elektrotechnik ihr Wissen auf den aktuellen Stand bringen wollen und eine Qualifizierung zur „EFffT“ anstreben.

 

Seminardauer: 80 Stunden

 

Seminarort: Deutschlandweit als Inhouseseminar